Dinosaurier faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen – und der Tyrannosaurus Rex ist der unangefochtene Star unter den Urzeitriesen. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeichnest du einen beeindruckenden T-Rex mit aufgerissenem Maul, kräftigen Beinen und dem charakteristischen langen Schwanz.
Die Technik basiert auf dem Oval-Prinzip: Du startest mit zwei einfachen Ovalen für Kopf und Rumpf und baust den Dinosaurier Schritt für Schritt auf. So behältst du die Proportionen im Griff, obwohl das fertige Motiv komplex wirkt. Die Anleitung eignet sich für Fortgeschrittene ab ca. 8 Jahren. Wer Fantasy-Motive bevorzugt, findet bei unserer Drachen-Zeichenanleitung ein ähnlich imposantes Motiv.
Material: Was du zum Dino zeichnen brauchst
- Bleistift (HB oder 2B) – Zum Vorskizzieren der Grundformen und Hilfslinien. Ein weicherer Bleistift (2B) erlaubt flüssigere Striche bei der Skizze.
- Radiergummi – Zum Entfernen sämtlicher Hilfslinien in Schritt 7. Ein Knetradierer ist besonders praktisch für feine Details am Kopf.
- Radierfester Zeichenstift (Fineliner, schwarz) – Für die endgültigen Konturen. Wähle 0,3–0,5 mm Strichstärke für den Körper und 0,1 mm für Hautfalten und Schuppen.
- Farbstifte oder Wasserfarben – Grün und Oliv für die Oberseite, ein helleres Grün oder Gelb für den Bauch. Rot für die Zunge, Weiß für die Zähne.
- Zeichenpapier (ab 120 g/m²) – Stärkeres Papier verkraftet mehrfaches Radieren besser und gibt den Farben mehr Leuchtkraft.
Tyrannosaurus Rex zeichnen: Schritt-für-Schritt in 8 Schritten
Die folgende Anleitung führt dich von der ersten Skizze bis zum fertig kolorierten T-Rex. Du arbeitest mit dem Oval-Prinzip: Zwei Ovale bilden das Grundgerüst für Kopf und Rumpf, daraus entwickeln sich Hals, Schwanz und Gliedmaßen.
Schritt 1: Kopf und Oberkörper
Zeichne mit dem Bleistift zwei Ovale unterschiedlicher Größe: ein kleineres, leicht nach vorne geneigtes Oval für den Kopf und ein deutlich größeres Oval darunter für den Oberkörper/Rumpf. Der Kopf sitzt rechts oben, der Rumpf mittig im Bild. Die Ovale berühren sich nicht – zwischen ihnen bleibt Platz für den Hals. Die Größe des Rumpf-Ovals bestimmt die Proportionen des gesamten Dinos.
Schritt 2: Hals und Schwanz
Verbinde die beiden Ovale mit zwei geschwungenen Linien – das ist der Hals. Er wird nach oben zum Kopf hin schmaler. Vom hinteren Ende des Rumpf-Ovals ziehst du eine lange, geschwungene S-Kurve nach links – das wird der Schwanz. Hab beim Zeichnen schon den fertigen Schwanz vor Augen: Er beginnt dick am Rumpf und wird zur Spitze hin immer dünner. Der Schwung verleiht dem T-Rex seine dynamische Haltung.
Schritt 3: Gliedmaßen
Zeichne die Arme und Beine des T-Rex ein. Die Hinterbeine sind das Markenzeichen: kräftige Oberschenkel, ein geknicktes Knie und drei ausgespreizte Zehen, die an Vogelkrallen erinnern – das ist kein Zufall, denn Vögel stammen tatsächlich von Dinosauriern ab. Markiere die Gelenke (Schulter, Knie, Knöchel) mit kleinen Kreisen. Die Arme des T-Rex sind berühmt kurz: Zwei kleine Dreiecksformen am vorderen Rumpf reichen aus. Deute bereits die Krallen an.
Schritt 4: Erste bleibende Konturen
Greife zum schwarzen Zeichenstift (Fineliner) und ziehe die Umrisse von Schwanz, Körper und Kopf sauber nach. Dabei wandelst du die groben Oval-Formen in fließende, organische Linien um. Am Kopf deutest du bereits das Maul an: Der Oberkiefer folgt der Oberkante des Kopf-Ovals, der Unterkiefer wird wie ein breitgezogenes „W“ dargestellt – mit einer deutlichen Kinnspitze. Die Oberkopflinie verläuft leicht gewölbt nach hinten.
Schritt 5: Finale Silhouette
Zeichne mit dem Zeichenstift die Arme und Beine nach und gib ihnen dabei mehr Volumen. Setze die endgültigen Linien etwas neben die bisherigen Bleistift-Hilfslinien, sodass die Gliedmaßen breiter und muskulöser wirken. Die Oberschenkel sind besonders kräftig – sie tragen schließlich das gesamte Gewicht des Raubtiers. Die Füße bekommen eine Mittellinie zwischen den Zehen, die Krallen werden als spitze, leicht gebogene Formen ausgearbeitet. Die winzigen Arme erhalten zwei kleine Finger mit Krallen.
Schritt 6: Augen, Zähne und Hautfalten
Konzentriere dich nun auf den Kopf – er ist das ausdrucksstärkste Element der Zeichnung. Zeichne das Auge als kleinen Kreis mit schmaler Pupille (Reptilienblick). Die Zähne sind spitz und unterschiedlich groß – die größten sitzen vorne, nach hinten werden sie kleiner. Ergänze die Zunge im geöffneten Maul und zwei Nasenlöcher an der Schnauzenspitze. Leichte Hautfalten um die Augen und am Hals deuten die ledrige Dinosaurier-Haut an.
Schritt 7: Hilfslinien entfernen
Entferne vorsichtig alle Bleistiftlinien, die du in den ersten Schritten gesetzt hast – die beiden Grundform-Ovale, die Gelenk-Kreise und sämtliche Hilfslinien. Stehen bleiben nur die schwarzen Fineliner-Konturen. Achte darauf, dass der Zeichenstift vollständig getrocknet ist, bevor du radierst, damit nichts verschmiert. Optional kannst du jetzt noch kleine Schuppen-Muster auf dem Körper ergänzen – kurze U-förmige Bögen auf Rücken und Schwanz.
Schritt 8: Kolorieren
Im letzten Schritt bekommt dein T-Rex Farbe! Die Oberseite (Rücken, Schwanzoberseite, Kopfoberseite) färbst du in einem dunklen Grün bis Oliv. Die Unterseite (Bauch, Innenseite der Beine, Kinn) wird deutlich heller – ein helles Grün oder Sandgelb. Dieser Kontrast erzeugt einen realistischen 3D-Effekt. Die Zunge wird rot, die Zähne bleiben weiß, die Augen bekommen einen gelben Iris-Ring. Jetzt nimm dich in Acht – groarrrr….
Tipps für beeindruckende Dinosaurier-Zeichnungen
- Oval-Methode für Proportionen: Die beiden Grundform-Ovale bestimmen das Größenverhältnis von Kopf zu Körper. Beim T-Rex ist der Kopf vergleichsweise groß (etwa 1/4 der Rumpflänge) – das macht ihn so furchteinflößend.
- Gelenke als Kreise markieren: Kleine Kreise an Schultern, Knien und Knöcheln helfen dir, die Beinstellung natürlich wirken zu lassen. Der T-Rex steht leicht nach vorne geneigt, der Schwanz dient als Gegengewicht.
- Vogel-Anatomie als Referenz: Da Vögel direkte Nachkommen der Dinosaurier sind, kannst du dir Hühnerbeine oder Straußenfüße als Referenz für die Beinform anschauen – die Ähnlichkeit ist verblüffend.
- Kurze Arme betonen den Charakter: Die winzigen Arme des T-Rex sind sein Erkennungsmerkmal. Zeichne sie bewusst klein – etwa so lang wie sein Kopf breit ist. Übertreibung ist hier erlaubt und macht den Dino erkennbarer.
- Heller Bauch, dunkler Rücken: Dieses Farbprinzip (Konterschattierung) kommt bei vielen Tieren vor und lässt auch gezeichnete Dinos sofort realistischer wirken.
Varianten: Andere Dinosaurier zeichnen
Das Oval-Prinzip lässt sich auf verschiedene Dinosaurier-Arten übertragen. Die Grundform ändert sich, die Methode bleibt gleich:
- T-Rex (diese Anleitung): Großer Kopf, kräftige Hinterbeine, winzige Arme, langer Schwanz. Der bekannteste Raubdinosaurier – ideal als Einstieg.
- Triceratops: Ovaler Körper auf vier stämmigen Beinen, großer Nackenschild und drei Hörner. Der Kopf ist proportional noch größer als beim T-Rex. Starte mit einem breiten Oval für den Schild.
- Brachiosaurus (Langhals): Riesiges Rumpf-Oval, extrem langer Hals (3-4× Körperhöhe), kleiner Kopf, vier säulenartige Beine. Die Herausforderung liegt in der Halslänge und den Proportionen.
- Stegosaurus: Breiter, flacher Rumpf, kleine Kopf-Oval, Reihe von Knochenplatten auf dem Rücken und Schwanzstacheln. Die Platten werden als Dreiecke gezeichnet, die vom Rücken nach oben ragen.
- Velociraptor: Schlanker als der T-Rex, längere Arme mit Greifkrallen und eine große Sichelkralle am Fuß. Ähnlich wie diese Anleitung, nur mit längeren Armen und schlankerer Körperform.
Häufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter können Kinder einen Dinosaurier zeichnen?
Diese T-Rex-Anleitung mit der Oval-Methode eignet sich für Kinder ab etwa 8 Jahren. Jüngere Kinder (ab 5) können mit einer vereinfachten Version starten: ein großes Oval als Körper, ein kleines als Kopf, Strichbeine und Zacken auf dem Rücken – fertig ist der Cartoon-Dino.
Wie zeichne ich die typischen kurzen T-Rex-Arme?
Die Arme bestehen aus zwei kurzen Segmenten mit einem Gelenk dazwischen – wie ein winziges „L“. Am Ende sitzen zwei Finger mit spitzen Krallen. Die Arme setzen vorne am Rumpf an, etwa auf Brusthöhe. Sie sind nur etwa so lang wie der Kopf breit ist – das klingt wenig, aber genau das macht den T-Rex so charakteristisch.
Welche Farbe hatte der T-Rex wirklich?
Das weiß niemand genau! Wissenschaftler vermuten, dass große Raubdinosaurier gedeckte Farben (Braun, Grün, Grau) als Tarnung trugen – ähnlich wie heutige Krokodile. Einige Forscher halten auch Streifen oder Flecken für möglich. Beim Zeichnen bist du frei: Grün-Oliv ist der Klassiker, aber auch Braun, Grau oder fantasievolle Farben funktionieren.
Was ist der Unterschied zwischen Dino zeichnen und Drachen zeichnen?
Anatomisch sind sich beide Motive ähnlich – kein Wunder, denn Drachen sind quasi die Fantasy-Version von Dinosauriern. Der Hauptunterschied: Drachen haben Flügel und spucken Feuer, Dinosaurier nicht. Die Zeichentechnik (Grundformen-Methode, Gelenk-Kreise) ist bei beiden identisch.
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