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Katze malen – Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Vorlage

MathiasAutor Mathias
Updated: 24 März 2026

Katzen gehören zu den beliebtesten Zeichenmotiven überhaupt – ihre elegante Körperhaltung und die ausdrucksstarken Augen machen sie gleichzeitig reizvoll und anspruchsvoll. Diese Anleitung zeigt dir in 8 Schritten, wie du nach unserer Vorlage eine hübsche sitzende Katze auf das Papier bringst. Die Methode basiert auf drei Hilfskreisen, aus denen du Kopf, Brust und Hinterteil entwickelst – so stimmen die Proportionen von Anfang an.

Das Ergebnis ist eine realistische Katze mit Tigerung, die sich wirklich sehen lassen kann. Die Anleitung eignet sich für Kinder ab etwa 8 Jahren und erwachsene Anfänger. Wer schon etwas Übung hat, kann die Vorlage als Ausgangspunkt nehmen und Details wie Fellmuster oder Körperhaltung individuell abwandeln.

Material: Was du zum Katze malen brauchst

  • Harter Bleistift (HB oder H2) – Zum Vorzeichnen der Hilfskreise und Hilfslinien. Leichte Striche lassen sich besser radieren.
  • Radierfester Zeichenstift (Fineliner oder Tuschestift) – Für die endgültigen Konturen. So bleiben die Linien beim späteren Radieren der Hilfslinien unversehrt.
  • Buntstifte – Orange und Braun für das Fell, Grün für die Augen, Rosa für die Nase. Du kannst die Farben natürlich an deine Wunschkatze anpassen.
  • Radiergummi – Zum Entfernen der Hilfskreise. Ein weicher Knetradiergummi schont das Papier.
  • Zeichenpapier – Glattes Papier ab 120 g/m² für saubere Linien und gleichmäßige Koloration.
Schwierigkeit Mittel – ab ca. 8 Jahren geeignet
Zeitaufwand Ca. 30 bis 45 Minuten

Katze malen: Anleitung in 8 Schritten

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich von den ersten Hilfskreisen bis zur fertig kolorierten Katze. Klicke auf die Bilder, um sie zu vergrößern.



Schritt 1: Der Kopf

Du nimmst einen harten Bleistift (HB oder H2) zur Hand und zeichnest einen leicht runden Kreis – das ist der Kopf der Katze. Drücke nur dezent auf, damit sich die Hilfslinien später leicht radieren lassen. Platziere den Kreis im oberen Drittel deines Blattes, damit darunter ausreichend Platz für den Körper bleibt. Der Kopfkreis bestimmt die Gesamtgröße deiner Katze – alle weiteren Proportionen leiten sich davon ab.



Schritt 2: Der Rumpf der Katze

Du strukturierst den Körper mit zwei weiteren Kreisen. Der erste ist größer als der Kopf und sitzt etwas nach rechts versetzt darunter – das ist der Brust- und Schulterbereich. Mit dem zweiten, ovalen Kreis gibst du Position und Größe des Hinterteils vor. Dieses Oval liegt unter dem mittleren Kreis, ebenfalls leicht nach rechts versetzt, in aufrechter Position. Die drei Kreise bilden zusammen das Grundgerüst der sitzenden Katze. Vergleiche deine Kreise mit der Vorlage, um die Abstände zu überprüfen.



Schritt 3: Beine und Schwanz

Mit etwas Schwung zeichnest du unten rechts den Schwanz neben das Hinterpartie-Oval. In unserer Vorlage liegt der Schwanz elegant auf dem Boden – du darfst ihn aber gerne kreativ abwandeln und der Katze einen aufrecht stehenden oder geschwungenen Schwanz geben. Anschließend setzt du unter den Brustkreis die Vorderbeine. Nutze kleine Kreise für die Pfoten und die Beinansätze, die du mit Strichen verbindest. Die Hinterbeine setzt du am unteren Oval an – bei einer sitzenden Katze sind sie angewinkelt und eng am Körper.



Schritt 4: Erste bleibende Konturen

Nun nimmt die Katze allmählich Gestalt an. Du wendest dich dem Kopf zu und zeichnest die spitz zulaufenden, dreieckigen Ohren. Dann verbindest du die drei Hauptkreise fließend zu einem geschlossenen Körper – die Katze bekommt jetzt einen Hals und eine zusammenhängende Silhouette. Vorerst verschwinden Teile der Beine im zusammengefassten Körperoval.

Wichtig: Ab jetzt wechselst du zum Zeichenstift. Alle dunklen Linien, die du nun ziehst, sind die bleibenden Konturen – sie verbleiben auf dem fertigen Bild.



Schritt 5: Finale Linien für Beine und Schwanz

Jetzt kommen die Feinheiten: Du arbeitest den Schwanz aus, indem du die zuvor nur angedeutete Linie zu einer vollständigen, sich verjüngenden Form umrandest – der Schwanz wird zur Spitze hin schmaler. Auch die Beine bekommen ihre endgültige Kontur. Verbreitere die Strichskizzen zu realistischen Beinen und achte darauf, dass die Pfoten leicht gerundet sind. Die Vorderbeine einer sitzenden Katze stehen parallel und gerade, die Hinterpfoten schauen seitlich unter dem Körper hervor.



Schritt 6: Das Gesicht

Deine Katze bekommt jetzt ihr Gesicht – der ausdrucksstärkste Teil der Zeichnung. Male zwei mandelförmige Augen mit schmalen, senkrechten Pupillen in den Kopfkreis. Zwischen den Augen setzt du eine kleine, dreieckige Nase und darunter den typischen Katzenmund als kurzes, umgedrehtes Y. Radiere zuvor die störenden Hilfslinien weg, die über die Beine verlaufen. Arbeite auch die Pfoten feiner aus – angedeutete Zehentrenner machen sie realistischer.



Schritt 7: Entfernen der Hilfslinien

Du greifst zum Radiergummi und entfernst alle verbliebenen Hilfslinien – die ursprünglichen drei Kreise und alle Konstruktionsstriche. Gegebenenfalls ziehst du die Konturen an Stellen, die beim Radieren schwächer geworden sind, mit dem Zeichenstift nach. Jetzt bekommt die Katze auch ihre Schnurrhaare: Zeichne auf jeder Seite 3–4 lange, leicht geschwungene Linien, die von der Schnauze ausgehen. Die Schnurrhaare sollten deutlich über die Kopfbreite hinausragen.



Schritt 8: Kolorieren

Zum Schluss malst du die Katze farbig aus. In unserer Vorlage ist die Mieze orange mit grauer Tigerung, heller Brust und hellem Schnäuzchen. Die Augen leuchten grün. Beginne mit einer hellen Grundschicht in Orange und lege darüber mit einem dunkleren Braun- oder Grauton die Tigerstreifen an – sie verlaufen als kurze, geschwungene Striche über Stirn, Rücken und Schwanz. Die Brust, die Innenseite der Ohren und die Schnauze bleiben hell. Du darfst natürlich auch ganz andere Farben wählen und so ein Porträt deiner eigenen Katze erschaffen!



Tipps für eine gelungene Katzen-Zeichnung

  • Augen als Blickfang: Katzenaugen sind das Herzstück jeder Katzen-Zeichnung. Vergiss nicht die senkrechten, schmalen Pupillen und einen kleinen weißen Lichtpunkt – das lässt die Augen lebendig wirken.
  • Ohren spitz und aufrecht: Die dreieckigen Ohren sind ein Erkennungsmerkmal. Zeichne sie leicht nach außen geneigt und füge innen feine Härchen hinzu.
  • Fell andeuten statt malen: Statt jedes einzelne Haar zu zeichnen, deutest du Fell durch kurze Striche an den Konturen an – besonders an Brust, Bauch und Schwanz. Das spart Zeit und wirkt natürlicher.
  • Schnurrhaare zum Schluss: Zeichne die Schnurrhaare als letztes und in einem einzigen, durchgezogenen Strich. Zögernde Linien wirken wellig und unnatürlich.
  • Sitzpose beachten: Bei einer sitzenden Katze sind die Hinterbeine angewinkelt und kaum sichtbar. Die Vorderbeine stehen gerade. Wenn die Proportionen nicht stimmen, überprüfe die Abstände deiner Hilfskreise.

Varianten: Verschiedene Katzen zeichnen

Mit der gleichen Grundtechnik aus Hilfskreisen kannst du ganz unterschiedliche Katzen zeichnen:

  • Schwarze Katze: Verwende die gleiche Grundform, koloriere aber komplett in Schwarz mit blauen oder gelben Augen. Lasse feine weiße Konturen stehen, damit die Form erkennbar bleibt.
  • Cartoon-Katze: Vergrößere den Kopf im Verhältnis zum Körper, mache die Augen riesig und die Beine kurz. Perfekt für Kinder und humorvolle Zeichnungen.
  • Liegende Katze: Lege die Hilfskreise horizontal nebeneinander statt übereinander und verlängere den Körper. Die Pfoten werden unter den Körper gesteckt. Ideal als Ergänzung mit einem gezeichneten Hund als Haustier-Duo.
  • Katzenjunges (Kitten): Vergrößere den Kopfkreis im Verhältnis zum Körper deutlich – Katzenbabys haben proportional größere Köpfe und Augen. Runde alle Formen stärker ab, das erzeugt den typischen Babykatzen-Look.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter können Kinder eine Katze malen?

Diese Anleitung mit drei Hilfskreisen eignet sich für Kinder ab etwa 8 Jahren. Jüngere Kinder können die fertige PDF-Vorlage als Ausmalbild nutzen oder die einzelnen Schritte mit Unterstützung eines Erwachsenen nachzeichnen.

Warum beginnt man mit drei Kreisen?

Die drei Hilfskreise (Kopf, Brust, Hinterteil) legen die Proportionen und die Körperhaltung der Katze fest, bevor du dich in Details verlierst. Professionelle Tierzeichner und Illustratoren nutzen diese Technik, weil sie Proportionsfehler verhindert, die sich später kaum korrigieren lassen.

Wie lange dauert es, eine Katze zu zeichnen?

Mit dieser Anleitung dauert die komplette Katzen-Zeichnung etwa 30 bis 45 Minuten – je nachdem, wie detailliert du beim Fellmuster und Kolorieren vorgehst. Die reine Skizze (Schritte 1–7) ist in 15 bis 20 Minuten fertig.

Kann ich auch meine eigene Katze zeichnen?

Auf jeden Fall! Nutze die Grundtechnik mit den drei Hilfskreisen und passe die Proportionen an deine Katzenrasse an. Ein Foto deiner Katze als Referenz hilft bei den richtigen Farben, dem Fellmuster und den charakteristischen Merkmalen wie Ohrform und Augenfarbe.


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