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Hund zeichnen – Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Vorlage

MathiasAutor Mathias
Updated: 24 März 2026

Zeichen-Niveau:
Einfach Fortgeschritten

Der Hund ist das beliebteste Haustier in Deutschland – und eines der am häufigsten gezeichneten Tiere. Auf dieser Seite findest du zwei Anleitungen: Eine detaillierte Version für Fortgeschrittene, bei der ein realistischer Schäferhund in Seitenansicht entsteht, und eine einfache Variante im Comic-Stil, die speziell für Kinder geeignet ist.

Beide Anleitungen nutzen die gleiche Grundtechnik: Du baust den Hund aus einfachen Grundformen wie Kreisen und Ovalen auf. Das erleichtert es, die Proportionen korrekt zu treffen – die größte Herausforderung beim Zeichnen von Tieren. Wähle oben dein Niveau und starte direkt mit der passenden Anleitung.

Material: Was du zum Hund zeichnen brauchst

  • Harter Bleistift (HB oder H2) – Zum Vorzeichnen der Hilfslinien. Die hellen Striche lassen sich leicht wegradieren, ohne Spuren zu hinterlassen.
  • Radierfester Zeichenstift (Fineliner oder Tuschestift) – Für die endgültigen Konturen. Der Vorteil: Beim Radieren der Hilfslinien bleiben die fertigen Konturen unversehrt.
  • Farbstifte – Braun und Beige für das Fell, Rosa für die Zunge, Schwarz für Nase und Pupillen. Je mehr Brauntöne du hast, desto realistischer wird das Ergebnis.
  • Radiergummi – Am besten ein weicher Knetradiergummi, der das Papier nicht beschädigt.
  • Zeichenpapier – Glattes Papier ab 120 g/m² eignet sich am besten für saubere Konturen und gleichmäßige Koloration.
Schwierigkeit Einfach (Kinder) & Fortgeschritten
Zeitaufwand 20–45 Minuten je Anleitung

Hund zeichnen: Schäferhund in 8 Schritten

Mit dieser Anleitung zeichnest du einen Schäferhund in Seitenansicht – Schritt für Schritt von der groben Hilfskonstruktion bis zum fertig kolorierten Tier. Die Methode basiert auf sich überlappenden Kreisen, aus denen du Kopf, Rumpf und Hinterpartie entwickelst. So stimmen die Proportionen von Anfang an.

Hund malen Schritt 1 - Kopf und Schnauze als Kreise vorzeichnen

Schritt 1: Kopf und Schnauze

Mit dem Bleistift bringst du einen leicht ovalen Kreis auf das Papier – das ist der Kopf. Platziere ihn im linken Bereich deines Blattes, damit rechts genügend Platz für den Körper bleibt. An den Kopf zeichnest du links unten einen deutlich kleineren Kreis für die Schnauze. Der Schnauzenkreis sollte etwa ein Drittel so groß sein wie der Kopfkreis und ihn leicht überlappen.

Hund zeichnen Schritt 2 - Rumpfkreise für Schulter und Hinterpartie

Schritt 2: Rumpf

Rechts neben dem Kopf zeichnest du einen weiteren, leicht nach unten in die Länge gezogenen Kreis für den Schulter-Brust-Bereich. Mit etwas Abstand platzierst du rechts daneben einen kleineren Kreis für das Hinterteil. Der Brustkreis ist der größte aller Kreise – er bestimmt die Masse des Hundes. Achte auf die Abstände zwischen den Kreisen: Sie definieren die Körperlänge deines Schäferhundes.

Hund zeichnen Schritt 3 - Ohren, Hals, Rücken und Schwanz verbinden

Schritt 3: Ohren, Hals, Rücken & Schwanz

Du verbindest die Oberkanten der drei größeren Kreise miteinander und erhältst so die Rückenlinie und den Hals. Führe die Linie fließend von Kreis zu Kreis – der Rücken eines Schäferhundes verläuft leicht abfallend vom Hals zum Hinterteil. Auf der rechten Seite setzt sich die Linie als aufwärts gebogener Schwanz fort. Am Kopf skizzierst du die dreieckigen Ansätze für die aufrecht stehenden Ohren.

Hund zeichnen Schritt 4 - Beine und Pfoten als Striche und Kugeln

Schritt 4: Gliedmaßen

Du zeichnest die zwei dem Betrachter zugewandten Beine des Hundes als Striche. Pfoten und Gelenke stellst du als kleine Kugeln dar – das hilft später bei den Proportionen und der Beinstellung. Die Vorderbeine setzen am Brustkreis an, die Hinterbeine am Hinterpartie-Kreis. Unterhalb der Schnauzen-Kugel malst du den Unterkiefer des leicht geöffneten Mauls.

Hund zeichnen Schritt 5 - Ohren, Gesicht und Bauch mit Zeichenstift ausarbeiten

Schritt 5: Bleibende Konturen für Ohren und Gesicht

Jetzt wechselst du zum Zeichenstift und arbeitest die Details aus. Der Hund bekommt spitz zulaufende Ohren, eine ausgearbeitete Schnauze mit Nase und das seitlich sichtbare Auge. Zeichne auch die herausschauende Zunge und das leicht geöffnete Maul. Außerdem verbindest du die Rumpfkreise mit einer Bauchlinie zu einer geschlossenen Körperform und zeichnest den Unterhals.

Hund zeichnen Schritt 6 - fertige Außenkontur mit Zeichenstift

Schritt 6: Fertige Silhouette

Mit dem Zeichenstift ziehst du alle äußeren Konturen sauber nach – von der Schwanzspitze über den Rücken und Kopf bis zu den Pfoten. Achte darauf, dass die Linien fließend ineinander übergehen. An Stellen wie dem buschigen Schwanz oder dem Fell am Hals darf die Kontur etwas welliger ausfallen, um Fellstruktur anzudeuten.

Hund zeichnen Schritt 7 - Hilfslinien radieren und Beinpaare ergänzen

Schritt 7: Entfernen der Hilfslinien

Du entfernst mit dem Radiergummi alle Hilfslinien – also die ursprünglichen Kreise und Hilfsstriche. Da du die endgültigen Konturen mit dem radierfesten Zeichenstift gezogen hast, bleiben diese dabei unversehrt. Anschließend ergänzt du die jeweils zweiten Beine, die hinter den vorderen verborgen waren. Damit ist die Zeichnung im Grunde fertig.

Hund zeichnen Schritt 8 - Schäferhund mit Buntstiften kolorieren

Schritt 8: Koloration

Jetzt greifst du zu den Farbstiften. Male die Zunge rosa und versiehe das Fell mit dem typischen Schäferhund-Muster: Der Grundton ist ein helles Braun bis Beige, darüber legst du eine dunkle Maske im Gesicht und einen dunklen Sattel auf dem Rücken. Arbeite mit leichtem Druck und baue die Farbe in Schichten auf. An der Bauchseite und den Beinen bleibt das Fell heller. Für mehr Tiefe kannst du die dunkelsten Stellen mit Schwarz akzentuieren.


Einfachen Hund malen (für Kinder)

Hund malen - Schritt für Schritt

Diese einfache Anleitung zeigt dir, wie du einen lustigen Hund im Comic-Stil auf das Papier zauberst. Die Vorlage ist besonders gut für Kinder ab 5 Jahren geeignet, da sie mit simplen Formen wie Eiern und Bögen arbeitet. Schritt für Schritt entsteht ein fröhlicher Vierbeiner mit Schlappohren und großen Augen.

Einfachen Hund malen Schritt 1 - eiförmigen Kopf zeichnen

Schritt 1: Kopf

Du malst mit feinem Bleistiftstrich ein aufrecht stehendes Ei mit der Spitze nach unten – das ist der Kopf. Setze die Form etwa in die obere Hälfte deines Blattes, damit darunter genug Platz für den Körper bleibt. Drücke nur sanft auf, damit du später leicht korrigieren kannst.

Einfachen Hund malen Schritt 2 - kleine Eiform für die Schnauze

Schritt 2: Schnauze

Über den unteren Teil des Kopf-Eis malst du ein quer liegendes kleineres Ei – das ist die Schnauze. Sie überlappt den Kopf etwa zur Hälfte. Achte darauf, dass die Schnauze mittig sitzt, damit das Gesicht symmetrisch wirkt.

Einfachen Hund malen Schritt 3 - Schlappohren an den Kopf zeichnen

Schritt 3: Ohren

Links und rechts am oberen Rand des Kopfes zeichnest du jeweils ein herabhängendes Schlappohr. Zeichne zwei geschwungene Linien, die nach unten hängen – wie zwei weiche Blätter. Die Ohren dürfen ruhig unterschiedlich groß oder leicht schief sein, das gibt dem Hund Charakter.

Einfachen Hund malen Schritt 4 - Augen, Nase und Mund mit Zeichenstift

Schritt 4: Bleibende Konturen für den Kopf

Du tauschst den Bleistift gegen den Zeichenstift. Jetzt kommt das Gesicht: Du verpasst dem Hund große eiförmige Augen und eine runde Knautschnase. Außerdem malst du das leicht geöffnete Maul – eine einfache geschwungene Linie reicht. Zeichne auch die äußere Kontur von Kopf und Ohren mit dem Zeichenstift nach.

Einfachen Hund malen Schritt 5 - Körper mit Bleistift skizzieren

Schritt 5: Rumpf

Mit etwas Schwung zeichnest du mit dem Bleistift den Körper des Hundes unterhalb des Kopfes. Der Rumpf ist eine einfache, leicht birnenförmige Gestalt – unten breiter als oben. Sieh dir die Position auf der Vorlage genau an, damit die Proportionen stimmen.

Einfachen Hund malen Schritt 6 - Schwanz und Beine ergänzen

Schritt 6: Schwanz und Beine

Du malst einen fröhlich nach oben gebogenen Schwanz an das Hinterteil. Dann bekommt der Hund seine vier Beine – kurze, leicht keulenförmige Striche mit runden Pfoten am Ende. Die vorderen Beine setzen vorne am Rumpf an, die hinteren hinten. Bei einem Comic-Hund dürfen die Beine ruhig kurz und stämmig sein.

Einfachen Hund malen Schritt 7 - Konturen nachziehen und Hilfslinien radieren

Schritt 7: Entfernen der Hilfslinien

Mit dem Zeichenstift ziehst du alle bleibenden Konturen von Körper, Beinen und Schwanz sauber nach. Anschließend nimmst du den Radiergummi und entfernst alle Bleistift-Hilfslinien. Übrig bleibt die saubere Umrisszeichnung deines Comic-Hundes.

Einfachen Hund malen Schritt 8 - Fell mit Buntstiften ausmalen

Schritt 8: Ausmalen

Jetzt greifst du zu den Buntstiften! Schnapp dir einen braunen Stift und male damit das Fell aus. Die Schnauze und den Bauch lässt du frei oder füllst sie mit einem hellen Beigeton. Der geöffnete Mund wird rot, die Augen bekommen schwarze Pupillen mit einem kleinen weißen Lichtpunkt. Natürlich kannst du deinen Hund auch ganz anders bemalen – als weißen Dalmatiner mit schwarzen Punkten, als goldenen Retriever oder als gefleckten Beagle. Vielleicht kann dir sogar dein eigener Hund Modell stehen!

Tipps für gelungene Hunde-Zeichnungen

  • Proportionen mit Kreisen: Baue den Hund immer zuerst aus Grundformen (Kreisen, Ovalen) auf. So stimmst du die Größenverhältnisse ab, bevor du Details ausarbeitest – das häufigste Problem bei Tier-Zeichnungen.
  • Referenzbilder nutzen: Lege ein Foto der gewünschten Hunderasse neben dein Blatt. Echte Fotos helfen enorm bei der Fellfarbe, Ohrform und Körperhaltung.
  • Fell nicht einzeln zeichnen: Statt jedes Haar einzeln zu malen, deute Fell durch kurze, weiche Striche an den Konturen an – besonders am Hals, Bauch und Schwanz.
  • Augen als Fokuspunkt: Die Augen verleihen dem Hund Ausdruck und Charakter. Vergiss nicht den kleinen weißen Lichtpunkt in der Pupille – er lässt die Augen lebendig wirken.
  • Farbschichten aufbauen: Beginne mit hellem Druck und lege mehrere Schichten übereinander. So erzielst du weiche Übergänge zwischen hellen und dunklen Fellpartien.

Varianten: Verschiedene Hunderassen zeichnen

Mit der gleichen Grundtechnik aus Hilfskreisen kannst du viele verschiedene Hunderassen zeichnen – du änderst einfach die Proportionen und Details:

  • Dackel: Verlängere den Abstand zwischen Brust- und Hinterpartie-Kreis deutlich und verkürze die Beine. Lange, herabhängende Ohren machen den Look komplett.
  • Dalmatiner: Nutze die Schäferhund-Grundform, aber mit geradem Rücken und schlankeren Beinen. Nach dem Kolorieren in Weiß setzt du die typischen schwarzen Flecken.
  • Pudel: Runde Formen für Kopf und Körper, lockige Fellstruktur durch kleine Spiralen. Besonders gut als Haustier-Duo zusammen mit einer Katze.
  • Husky: Ähnliche Grundform wie der Schäferhund, aber mit dichterer Fellstruktur am Hals und den typischen blauen Augen. Perfekt für winterliche Bilder mit einem Weihnachtsmann.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter können Kinder einen Hund zeichnen?

Die einfache Comic-Variante auf dieser Seite ist für Kinder ab etwa 5 bis 6 Jahren geeignet. Die Grundformen (Eier, Bögen) sind simpel genug für Vorschulkinder. Die fortgeschrittene Schäferhund-Anleitung richtet sich an Kinder ab ca. 10 Jahren und Erwachsene.

Warum soll ich mit Kreisen anfangen?

Kreise und Ovale helfen, die Proportionen des Hundes festzulegen, bevor du dich in Details verlierst. Diese Technik nutzen auch professionelle Illustratoren. Ohne Hilfskreise werden Kopf oft zu groß, Beine zu kurz oder der Rumpf zu lang – Fehler, die sich später kaum korrigieren lassen.

Wie lange dauert es, einen Hund zu zeichnen?

Die einfache Comic-Version dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Für den realistischen Schäferhund solltest du 30 bis 45 Minuten einplanen, besonders wenn du dir bei der Koloration Mühe gibst. Mit Übung wirst du schneller.

Kann ich auch meinen eigenen Hund zeichnen?

Auf jeden Fall! Nutze die Grundtechnik aus Hilfskreisen und passe die Proportionen an deine Hunderasse an. Ein Foto deines Hundes als Referenz neben dem Blatt hilft enorm bei den richtigen Farben, der Fellzeichnung und der charakteristischen Körperhaltung.


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